Steuererhöhungen

Da der Staat die unpopulären Entscheidungen nicht trifft, seine Strukturen immer wieder zu vereinfachen, verkompliziert er sich immer weiter.

Er braucht deshalb für die Erfüllung seiner Aufgaben immer mehr Ressourcen.

Das bedeutet, er braucht mehr Einnahmen. Die Einnahmen den Staates sind die Steuern.

Die Steuern erhöhen sich also immer weiter und weiter und weiter bis es irgendwann zu einem Kollaps kommt.

Der Staat bricht zusammen, weil die private Wertschöpfung die Steuerlast nicht mehr tragen kann oder nicht mehr tragen will.

Aber was geschieht vorher? Welche Auswirkungen haben Steuererhöhungen, wenn es scheinbar noch funktioniert?

Ich hatte einige Kapitel zuvor erläutert, wie Wirtschaftswachstum auf zwei Faktoren beruht: Konzentration und Innovation:

Neue Produktionsverfahren sorgen dafür, dass die vorhandenen Leistungen der Wirtschaft von immer weniger Menschen geschaffen werden.

Mit den frei werdenden Kapazitäten können Innovationen geschaffen werden. Innovationen erschaffen neue Angebote, die neue Umsatzströme generieren oder sie fügen vorhandenen Angeboten neue Qualitäten hinzu, was ebenfalls den Umsatz steigert.

Innovation basiert auf Freiheit: Das sind freie Zeit und freies Geld, die eingesetzt werden können, um Innovationen zu erschaffen.

Die Konzentration schafft die Freiheit.

Aber Steuererhöhungen wirken der Freiheit zur Innovation und damit dem Wirtschaftswachstum direkt entgegen.

Steuererhöhungen wirken der Freiheit auf zweifache Weise entgegen und zwar sowohl auf der Anbieter- als auch der Abnehmerseite:

Steuererhöhungen schmälern die finanziellen Mittel auf der Abnehmerseite, um Innovationen auch kaufen zu können.

Und auf der Anbieterseite muss zur Deckung des laufenden Finanzbedarfs aufgrund der Steuer mehr Zeit aufgewendet werden, was die zeitliche und finanzielle Freiheit einschränkt, um Innovationen hervorzubringen.

Durch die Steuer haben die Anbieter weniger Zeit und Geld, um neue Innovationen hervorzubringen und die Abnehmer weniger Geld, um Innovationen zu kaufen.

nächstes Kapitel: Staatsschulden (Der Staat)